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Checkliste für den Website-Relaunch mit 40 Punkten

Ein Relaunch scheitert selten an der Gestaltung. Er scheitert an den Punkten, an die im Projektplan niemand gedacht hat: an der alten Adresse einer Unterseite, die seit Jahren Anfragen bringt, am Kontaktformular, das nach der Umstellung ins Leere läuft, an den Postfächern, die beim Serverwechsel mitziehen sollten. Diese Liste hat 40 Punkte und ist nach vier Phasen geordnet, von der Vorbereitung bis zur Kontrolle in den Wochen nach dem Start.

Konzentrierte Kollegen arbeiten nebeneinander an Laptops

Die Reihenfolge ist wichtiger als die Vollständigkeit. Wer Phase 1 überspringt, holt sie in Phase 3 nach, unter Zeitdruck und mit einer Website, die bereits online ist. Arbeiten Sie die Punkte mit Ihrem Team ab oder legen Sie sie Ihrem Dienstleister vor und fragen Sie, wer welchen Punkt übernimmt.

Phase 1: Vorbereitung und Bestandsaufnahme

Diese zehn Punkte entstehen, bevor jemand ein Layout öffnet. Sie kosten wenige Tage und entscheiden über den Rest des Projekts.

  1. Ziel schriftlich festlegen: mehr Anfragen, mehr Bestellungen, weniger Rückfragen am Telefon oder ein Auftritt für die Personalsuche.
  2. Ausgangswerte sichern: Klicks, Impressionen und durchschnittliche Position aus der Search Console, für die letzten zwölf Monate exportiert.
  3. Vollständige Adressliste ziehen, aus Sitemap, Serverprotokollen und einem Crawler, nicht aus dem Menü.
  4. Die zwanzig Seiten markieren, die heute den meisten Suchverkehr bringen. Ihre Adressen bleiben, wenn es sich einrichten lässt.
  5. Prüfen, welche Seiten Verweise von fremden Websites tragen. Diese Adressen sind kein Ballast, sie sind Guthaben.
  6. Inhalte inventarisieren, mit vier möglichen Entscheidungen pro Zeile: behalten, zusammenlegen, neu schreiben, löschen.
  7. Funktionen auflisten: Formulare, Downloads, Terminbuchung, Kundenkonten, Shop, Schnittstellen zu Warenwirtschaft oder Buchhaltung.
  8. Zugänge sammeln: Domainverwaltung, DNS, Hosting, Postfächer, Analyse, Search Console. Fehlende Zugänge kosten später Tage.
  9. Technischen Ist-Zustand festhalten: Ladezeit auf dem Handy, Fehlerseiten, doppelte Adressen, Zustand der Verschlüsselung.
  10. Budget, Termin und einen Entscheider benennen. Ein Projekt ohne benannten Entscheider verliert die meiste Zeit in Freigabeschleifen.

Punkt 2 ist der einzige, der sich später nicht nachholen lässt. Sobald die neue Website online ist, gibt es keinen Weg zurück zu den Zahlen des alten Zustands, und jede Diskussion darüber, ob der Relaunch etwas gebracht hat, endet in Vermutungen. Der Export dauert zehn Minuten.

Phase 2: Struktur, Design und Entwicklung

Jetzt entsteht die neue Website. Ohne freigegebene Struktur beginnt die Gestaltung nicht, sonst wird das Layout zur Diskussionsgrundlage für Fragen, die eine Seitenstruktur beantworten müsste.

  1. Seitenstruktur aufzeichnen und freigeben lassen, mit allen Ebenen, auch den Seiten, die selten jemand aufruft.
  2. Adressschema festlegen: kurz, lesbar, ohne Datum, ohne Parameter, ohne Großbuchstaben.
  3. Für jede Seite eine Suchabsicht notieren: wonach sucht jemand, der hier ankommen soll, und was erwartet er zu sehen.
  4. Texte schreiben oder übernehmen, pro Seite mit eigenem Titel und eigener Beschreibung.
  5. Zuerst die kleine Ansicht entwerfen, danach die große. Die Mehrheit der Besucher kommt vom Handy.
  6. Bilder in den Größen ausliefern, in denen sie angezeigt werden, mit Alternativtexten, die den Inhalt beschreiben.
  7. Bedienbarkeit prüfen: Kontraste, Tastaturbedienung, beschriftete Formularfelder, eine saubere Reihenfolge der Überschriften.
  8. Umgang mit personenbezogenen Daten klären: Einwilligung vor Analyse und externen Einbindungen, sparsame Formularfelder, Verträge mit den beteiligten Dienstleistern.
  9. Die Testadresse mit Passwort schützen und für Suchmaschinen sperren, damit die Vorabversion nicht im Index landet.
  10. Den Verwaltungsbereich mit Ihrem Team testen: eine Seite ändern, ein Bild tauschen, einen Beitrag anlegen, ohne Anleitung.

Zu den Punkten 17 und 18 eine Einordnung, die keine Rechtsberatung ist: Welche Anforderungen an Bedienbarkeit und an den Umgang mit personenbezogenen Daten für Sie gelten, hängt von Branche, Unternehmensgröße und Art des Angebots ab. Wir setzen technisch um, was Ihre Rechtsberatung vorgibt, und prüfen vor dem Start, ob Einwilligung, Analyse und Formulare zusammenpassen.

Phase 3: Start und Weiterleitungen

Die Punkte dieser Phase entscheiden darüber, ob die Sichtbarkeit den Umzug übersteht. Sie werden am Tag der Umstellung abgehakt, nicht in der Woche danach.

  1. Weiterleitungstabelle anlegen, zwei Spalten, alte Adresse und neue Adresse, jede Zeile einzeln entschieden.
  2. Keine Sammelweiterleitung auf die Startseite. Jede alte Seite geht auf ihre inhaltliche Entsprechung.
  3. Weiterleitungen dauerhaft setzen, mit Statuscode 301, und stichprobenartig im Browser nachfahren.
  4. Interne Verweise auf die neuen Ziele umschreiben, statt sie über eine Weiterleitung laufen zu lassen.
  5. Neue Sitemap erzeugen, einreichen und die alte entfernen.
  6. robots.txt und die Sperrvermerke der Testumgebung kontrollieren. Eine mitgezogene Sperre nimmt die Website für Wochen aus der Suche.
  7. Pro Seite Titel, Beschreibung und kanonische Adresse gegenlesen, besonders bei Seiten, die aus einer Vorlage entstanden sind.
  8. Formulare mit echten Adressen absenden und prüfen, ob die Nachricht dort ankommt, wo sie ankommen soll.
  9. Postfächer und DNS getrennt betrachten. Ein Serverwechsel nimmt die Website mit, die Post folgt nur, wenn jemand sie mitnimmt.
  10. Umstellung zu einer verkehrsarmen Zeit, mit vollständiger Sicherung der alten Website und einem beschriebenen Rückweg.

Punkt 29 wird regelmäßig unterschätzt. Ein Baustoffhändler, für den wir gearbeitet haben, ist von einem cPanel bei Hosterion auf unser eigenes CyberPanel umgezogen, mit neuer Konfiguration der Postfächer. Die Website war an einem Nachmittag umgestellt, die sorgfältige Arbeit lag bei der Post: Konten, Weiterleitungen, Signaturen und die Einträge im DNS, die darüber entscheiden, ob Ihre Nachrichten beim Empfänger im Posteingang landen.

Phase 4: die ersten vier Wochen nach dem Start

Der Start ist kein Projektende. In diesen vier Wochen zeigt sich, was die ersten drei Phasen wert waren.

  1. In der ersten Woche täglich den Indexierungsbericht und die Fehlerseiten in der Search Console ansehen.
  2. Serverprotokolle nach nicht gefundenen Adressen durchsuchen und fehlende Weiterleitungen nachtragen.
  3. Ladezeit und Core Web Vitals messen, auf einem durchschnittlichen Handy im Mobilfunknetz, nicht nur im Büro.
  4. Klicks, Impressionen und Positionen gegen den gesicherten Ausgangsstand vergleichen, nach zwei und nach vier Wochen.
  5. Formulareingänge und Anrufe zählen. Diese Zahl steht dem Geschäft näher als jede Platzierung.
  6. Rückmeldungen von Kunden und aus dem eigenen Vertrieb einsammeln, gerade in den ersten Tagen.
  7. Externe Einträge auf die neuen Adressen prüfen: Unternehmensprofil, Verzeichnisse, Signaturen, Anzeigen, gedruckte Unterlagen.
  8. Schwankungen einplanen. Bewegung in den ersten Wochen ist üblich, eine Bewertung lohnt sich erst nach vier Wochen.
  9. Sicherungen, Überwachung der Erreichbarkeit und Aktualisierungen einrichten, bevor das Projektteam auseinandergeht.
  10. Einen festen Termin für die erste Nachbesserung setzen, an dem die gesammelten Kleinigkeiten abgearbeitet werden.

Zwei Werte sagen in dieser Phase am meisten. Der erste ist die Zahl der indexierten Seiten: steigt sie in drei Wochen nicht auf das Niveau der alten Website, fehlen Weiterleitungen oder die Sitemap stimmt nicht. Der zweite ist die Zahl der eingegangenen Anfragen, gemessen über denselben Zeitraum wie vor der Umstellung, nicht gegen den besten Monat des Vorjahres.

Die fünf Fehler, die am meisten kosten

Alle alten Adressen auf die Startseite umleiten. Das ist schnell eingerichtet und liefert jeden Besucher genau dort ab, wo er nicht hinwollte.

Ohne gesicherten Ausgangsstand starten. Vier Wochen später lässt sich dann nicht mehr klären, ob die Zahlen gefallen oder gestiegen sind, und die Diskussion darüber kostet mehr Nerven als die Sicherung gekostet hätte.

Die Testumgebung samt Sperrvermerk für Suchmaschinen veröffentlichen. Der Fehler ist in zwei Minuten behoben und fällt oft erst nach drei Wochen auf.

Inhalte kürzen, weil die Seite dann aufgeräumter wirkt. Text, der Fragen beantwortet, ist kein Ballast. Wenn eine Seite zu voll wirkt, braucht sie eine bessere Gliederung, nicht weniger Substanz.

Nach dem Start niemanden zuständig lassen. Ein Relaunch braucht vier Wochen Aufmerksamkeit von einer benannten Person, sonst bleiben die Punkte 31 bis 40 unbearbeitet.

Dazu ein Satz zu einer Formulierung, die Ihnen in Angeboten begegnen wird: eine bestimmte Position in Google nach dem Relaunch. Die kann niemand zusagen, wir auch nicht. Zusagen lassen sich die Prozedur, die Messung und ein schriftlicher Vergleich der Zahlen vor und nach der Umstellung.

Die Checkliste als Projektplan nutzen

Aus den vier Phasen werden vier Meilensteine mit Datum. Jeder Punkt bekommt einen Namen daneben, und zwar den einer Person, nicht den einer Abteilung. Punkte ohne Namen bleiben liegen.

Setzen Sie einen wöchentlichen Termin von dreißig Minuten an, in dem nur offene Punkte besprochen werden. Legen Sie außerdem einen Stichtag fest, ab dem keine neuen Inhalte mehr dazukommen, in der Regel eine Woche vor der Umstellung. Ohne diesen Stichtag verschiebt sich der Start, weil immer noch ein Text fehlt.

Zwei Angaben gehören in jede Zeile: der Aufwand in Stunden und die Abhängigkeit. Punkt 21 hängt an Punkt 3, Punkt 24 hängt an Punkt 11, Punkt 34 hängt an Punkt 2. Wer diese Abhängigkeiten notiert, sieht früh, welche Verzögerung den Termin wirklich gefährdet und welche nur unangenehm ist.

Wenn Sie den Relaunch lieber einer Agentur überlassen

Vierzig Punkte sind zu schaffen, wenn jemand im Haus Zeit dafür hat und die Werkzeuge kennt. Wenn nicht, ist der Relaunch der falsche Ort zum Üben, weil die teuren Fehler alle am selben Tag passieren.

Wir übernehmen Bestandsaufnahme, Struktur, Umsetzung, Weiterleitungen und die Kontrolle nach dem Start, zum Festpreis, der vor dem Projektstart feststeht. Studio Concept, eine Agentur aus Timișoara, ist auf diesem Weg von WordPress auf Next.js 16 umgezogen, mit einer eigenen Verwaltung für die Inhalte. Für die Umstellung brauchen wir drei Zugänge von Ihnen: Domainverwaltung, Hosting und die bestehende Website.

Wie ein Relaunch bei uns abläuft und was er kostet, steht auf der Seite zum Website-Relaunch mit Weiterleitungsplan und SEO-Kontrolle nach dem Start. Schicken Sie uns die Adresse Ihrer aktuellen Website und in drei Sätzen, was sie künftig leisten soll.

E-Mail: [email protected]. Telefon: +40 770 129 502. Design Creator Lab, Timișoara, Rumänien.

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